Bin ich ein Schwein?

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Mode

Jap.

Genau dieser Gedanke beschäftigt mich in letzter Zeit häufig.

Denn ich kaufe gern. Viel und oft.

Und weiß dennoch, das was ich da bekomme für mein Geld, ist meistens weder unter fairen Bedingungen, nachhaltig, noch mit natürlichen Materialien gefertigt.

Mein Kleiderschrank

Mein Kleiderschrank

Meine „Wintergarderobe“ umfasst:

16 Kleider- 16 Blusen- 11 Hosen- 10 Röcke- 8 T-Shirts- 9 Taschen- 9 Paar Schuhe- 5 Jacken/Mäntel- 8 Schals- 4 Mützen- über 20 Paar Strumpfhosen und Overknnees

Ist das viel? Zu viel? Normal?- Zu wenig???

Dazu muss ich sagen, nicht alles ist neu. Mich findet man oft im Humana und anderen Second Hand Läden oder auf dem Flohmarkt. Ich liebe es, dort zu stöbern und ich mag diesen „Oma“ Geruch- hihi.. Und ich habe einen Hund, das rechtfertigt mehr Schuhe und Jacken..*räusper*

Beinah so entspannend wie Yoga ist Online Shopping für mich, denn acht Stunden am Stück vor dem Rechner und sich durch hübsche Sachen klicken, kann ich prima. Aber ich weiß auch von dem, was mich dazu treibt. Immer wieder neu entworfene Kleider, Schnitte, Farben, Formen. Sie sollen uns locken und verführen, den Kleiderschrank zu füttern. Ihn zu beruhigen mit wöchentlich erstandenen Opfergaben, damit unsere Gedanken Ruhe geben. „Wenn ich diesen Rock kaufe, bin ich glücklich und genauso schön, wie das Model, das ihn gerade trägt. Mein Leben wird bunt und aufregend, alles verändert sich zum Guten…“ Bla Bla Bla!!!

Wie oft nehme ich mir vor, mal einen Monat nicht zu shoppen. Ist doch einfach! Ich brauche nichts! – Bis der neue H&M Katalog unschuldig im Briefkasten liegt oder ich per Mail an meine 15% Rabatt bei Zalando für eine frische Schuhkollektion erinnert werde. Nur kurz gucken, nur eine Seite, zwei, drei…60 Minuten Lebenszeit vertrödelt und Geld, das eigentlich für den Urlaub geplant war, ausgegeben. Args!!!

Vielleicht hilft mir dieses Themenwochenende vom Deutschen Hygiene-Museum Dresden. Denn da findet am 27.2. und 28.2. ein Wochenende zum Thema: „Mode trifft Moral“ statt. Eine Ausstellung, freie Diskussionen, DIYs und Upcycling Ideen zum Ausprobieren rund um „Fast Fashion“. Ich freue mich auf den Sonntag dort und möchte ganz viele Strategien und Infos von dort mitnehmen, um mein Konsumverhalten zu überdenken. Es spricht nichts gegen das Kaufen an sich, lieb ich doch Mode, Schnick Schnack und Kosmetik sehr- doch Anzahl, Produktionsbedingungen oder Hersteller, das sind  wichtige Kriterien fürs Auswählen bei neuen Anschaffungen. Aber ich werde definitiv mehr auf Nachhaltigkeit und Produktionsart- und -ort schauen.

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4 Kommentare

  1. Annegret sagt

    Kennst du eigentlich http://www.glore.de oder https://www.avocadostore.de ?
    Die sind eben nicht so günstig, wie H&M oder ähnliches, aber man findet auch ganz coole Sachen.
    Sonst geht es mir aber auch oft wie dir. Der Kleiderschrank ist eigentlich voll, aber wenn der Alltag trist und grau erscheint, erfindet man sich schon gern mal äußerlich neu 😉

  2. Juliane sagt

    Liebste Annegret!
    Vielen Dank für dein tolles Kommentar! Ich freu mich so 🙂
    Beide Seiten kenn ich nicht, bin aber sofort gucken gegangen und bei Armed Angels gelandet *seufz*
    Die machen ja mega süße Kleider und T-Shirts! Zwar etwas teurer aber genau so solls ja sein. Unter fairen Bedingungen und da überlegt man schon länger, ob man wirklich das ein oder andere Kleidungsstück tatsächlich benötigt. Ich denke, ich werde dort etwas Geld lassen 😉

    Sei ganz lieb gegrüßt und bis bald!
    Jule

  3. Pingback: Kann Man Sich In Wolle Verlieben? |

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